• Irmgard Schindler

" ...Dann stell' ich den Teller auf, Nik'laus legt gewiss was drauf. ..."

Aktualisiert: 8. Dez 2019


Welche Erwartungen hast du in der und an die (Vor)Weihnachtszeit?


Als Kinder konnten wir es nicht erwarten bis endlich das erste Türchen des Adventkalenders geöffnet werden darf. Und haben gestaunt und uns gefreut zumindest für einen kurzen Moment über das Bild oder die Schokolade. Und dann die Tage vor dem Nikolo – wird er etwas bringen??

Und natürlich die Aufregung und Freude auf das Christkind! Und die Geschenke!!!



Als ich älter wurde wusste ich natürlich schon, dass die Leckereien und Geschenke von den meinen Eltern bzw. den Erwachsenen besorgt wurden. Trotzdem war die Spannung da. -


Was wird es sein?


Irgendwann bin ich dann erwachsen geworden und habe gemerkt, dass die anderen Erwachsenen um mich herum bestrebt sind Erwartungen zu erfüllen. Wir lernen ja besonders durch beobachten und nachahmen. So habe ich dieses Verhalten übernommen und begonnen mir ganz viele Gedanken zu machen, um die Erwartungen zu erfüllen.

Da sind die Gedanken: Was soll ich schenken? Wie viel?

Dann kommen die Überlegungen: Wie kann ich es ganz besonders einpacken oder übergeben? Und dann vielleicht auch die Vorstellung wie der oder die Beschenkte reagieren wird.

Und schwubdiwub hatte ich Erwartungen an die Anderen.


Und was glaubst du wie oft meine Erwartungen erfüllt wurden?


Ich liebte die Vorweihnachtszeit, doch sie hat sooo sehr ihren Glanz und Zauber verloren. So bin ich auf die Suche gegangen, woran das liegen kann. Warum glänzen und leuchten die Kinderaugen in diesen Tagen ganz besonders? Was war es, dass diesen Zauber der Adventszeit ausmachte?

Die glitzernden Kugeln? Die Beleuchtung? Die herrlichen Düfte und Leckereien?


Es hat lange gedauert, bis ich für mich gemerkt habe es ist meine innere Haltung und Einstellung. Ich habe begonnen die Kinder zu beobachten. Ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern nichts zu erwarten und offen zu sein für das was da kommt.

Und ... ich übe mich im Staunen!

Dieser Zauber ist für mich nichts Greifbares und schwer in Worte zu fassen, doch kommt staunen dem schon recht nahe.



Wie geht es dir in diesen Tagen?

Ist die Anspannung da, Allem gerecht zu werden?

Welche Erwartungen hast du? Bewusste und vielleicht unbewusste?

Wie wäre es, genau das Alles einmal zu stoppen? Und einmal nur bei einer Sache ganz bewusst zu staunen wie in Kindertagen??

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