• Irmgard Schindler

Auf der Suche nach Entspannung

Aktualisiert: Juli 31


Hektisch und dicht wie selten sind die 2 bis 3 Wochen vor dem Urlaub. Dabei ist es nur eine Woche. Trotzdem, die Anspannung wird immer größer. Langsam fühlt es sich so an, als wäre es entspannter einfach die Woche gemütlich die Dinge zu erledigen die jetzt unter Hochspannung und Druck zu tun sind.

Die Fahrt zum Urlaubsort ist ganz anders als gewohnt. Normal bin ich da schon relaxed und schalte beim Fahren auf chillen. Ständig kreisen die Gedanken, ob ich auch nichts vergessen habe gepaart mit Sorgen die völlig irrational sind. Hilft nichts. Die Anspannung bleibt und ist gekennzeichnet durch Funkstille zwischen mir und meinen Partner.

Am Urlaubsort ändert sich die Anspannung nicht.

Nachts wache ich ständig auf und die Gedanken kreisen.

Die erste Bergtour wird pflichtgemäß absolviert und die Gedanken kreisen. Die Anspannung ist so groß, daß ich beim Abstieg merke wie fest ich meine Kiefer zusammenpresse. Die Kopfschmerzen lassen danach nicht lange auf sich warten.

Die Anspannung bleibt. Nichts ist mir recht. Ich kann mich nicht entscheiden. Ich weiß nicht recht was ich will oder was mir gut tun würde. Nichts hilft. Die Anspannung und kreisenden Gedanken bleiben.

Dann endlich, der Besuch in der Therme steht an. Irgendwie denke ich, herrlich so ein ganzer Tag da finde ich die Entspannung, dass hat im Winter soo gut funktioniert. Mein Partner will nur ein 4 Stunden Ticket. Immer noch nicht fähig zu wissen oder zu sagen was ich will, stimme ich grimmig zu. Wie soll ich in nur 4 Stunden entspannen???

Und dann ? Dann gibt es keine Liegestühle mehr. Wollt ihr mich verarschen??? Jetzt treibt mich die Suche nach Entspannung schon 4 Tage meines 7 Tage Urlaubs hier her in die Therme für gerade mal 4 Stunden und dann keine Liege frei für mich????

Irgendwie scheint das Universum diesen inneren Schrei von mir ernst genommen zu haben. 5 Minuten später sind ausreichend Liegen vorhanden.

Endlich entspannen!

Doch weit gefehlt! Die Anspannung bleibt. Egal was ich tue, ich bin angespannt und die Gedanken kreisen ich merkte ich komme einfach nicht zur Ruhe.

Am Vortag habe ich mir einen Sonnenbrand wie schon lange nicht mehr geholt. Um diesen zu versorgen kaufen wir Topfen. So sitze ich dann auf der Suche nach Entspannung auf dem Balkon grantig, weil zur Untätigkeit verdonnert mit dem Topfen auf beiden Armen bis fast zur Schulter. Nichtmal Mail kann ich prüfen oder im Netz surfen, was ich bisher doch jeden Abend gemacht macht habe und auch zwischen durch immer mal wieder.

So sitzend und die Berge, Bäume, Vögel beobachtend merke ich wie ich den Rest meines Körpers spüre. Ankomme in meinem Körper, die Stille höre und der Atem ruhiger, entspannter und langsamer wird. Da ist sie die Entspannung!

Es braucht keinen geplanten Urlaub, Bergtouren, Kaffeehaus Besuche, ein bestimmtes Essen oder einen langen Thermen Besuch um die Entspannung zu finden. Und schon gar nicht zig-maliges Suchen im Internet.

Es braucht nur wenige Momente des wirklichen still und inne Haltens, um dir selbst die Möglichkeit und Erlaubnis zu geben entspannt im Körper zu sein. Den Atem zu spüren. Wahr zu nehmen.

Oh ja, das klingt so fein, dieses Innehalten, entspannen und genießen! – doch wie soll ich das im Alltag machen?

In kleinen Einheiten!


Impulse dazu findest du in meinen Seminaren und Kursen.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich dich begrüßen darf!